TUI vs GUI Warum das Terminal mein Tool für Notizen ToDo EMail ist
https://www.youtube.com/watch?v=wPrfV9H0XrU
Es ist wieder Linux Talk Time!
Ich starte mal mit der Frage: Wie erkennt man eigentlich, ob jemand ein Linux-Nutzer ist? Ganz einfach: Die Person wird ziemlich sicher in den ersten Minuten des Gesprächs ein Neo-Fetch oder Fast-Fetch vorzeigen und sagen: „Hey, ich nutze Linux, bei mir läuft sowieso alles viel besser als bei dir!“ Und genau das passiert ja auch bei meinen Videos. Kein Video ohne den Hinweis, dass ich Arch benutze. Natürlich mit einem Augenzwinkern, aber wir Linux-Nutzer sind ja schon stolz darauf, dass wir Linux verwenden. Besonders wenn es um die Wahl der richtigen Distribution geht – da entbrennen gerne mal echte Diskussionen!
Was ich damit sagen will: Wenn man sich für Linux entscheidet, dann hat man oft auch den Drang, sein System zu konfigurieren, zu tweaken und auszuprobieren. Das ist für mich ein großer Reiz, sonst würde Linux für mich kaum Sinn machen. Klar, es gibt Distributionen wie Mint oder Ubuntu, die schon „out of the box“ gut funktionieren, aber je mehr man sich damit beschäftigt, desto mehr will man seine eigenen Ansprüche umsetzen. Und genau da kommt das Terminal ins Spiel: Viele Dinge lassen sich einfach schneller und direkter im Terminal erledigen, statt ein grafisches Programm zu öffnen.
Das sieht man auch in der Reddit-Umfrage unter Arch-Nutzern, bei der fast 4000 Leute mitgemacht haben – der Großteil der Befragten gibt an, dass sie lieber am Terminal arbeiten, anstatt Programme zu starten. Ein Beispiel: Du hast ein PDF und willst Seiten extrahieren oder es konvertieren. Klar, es gibt dafür viele Programme, aber mit dem Terminal ist das oft viel schneller erledigt. Man muss sich nicht an alles erinnern, weil man ja die Terminal-Historie hat und einfach nach oben scrollen kann, um den letzten Befehl zu wiederholen.
Für mich war ein großer Wendepunkt, als ich zu NVIM
gewechselt bin. Mit NVIM hat sich mein Workflow stark auf das Terminal fokussiert, und ich kann wirklich alles mit der Tastatur machen. Ich muss nicht mehr ständig zur Maus greifen. Wenn man einmal die Tastenkombinationen von NWIM drauf hat, will man nie wieder zurück. Auch das Arbeiten im Terminal hat seine Vorteile – zum Beispiel, wenn ich mit Rust arbeite und ohne unnötige Ablenkungen direkt im Code bleibe.
Aber nicht nur das – minimalistische Tools wie ein Window-Tiling-Manager helfen mir, meinen Bildschirm optimal zu nutzen. Zum Beispiel kann ich ein Terminal in einem Split-Window öffnen und es direkt auf einen anderen Workspace verschieben. So habe ich alles gut organisiert und kann schnell zwischen meinen Aufgaben wechseln, ohne den Überblick zu verlieren.
Ganz im Einklang mit diesem minimalistischen Mindset steht auch die Software von suckless.org
. Die bietet extrem einfache und effiziente Tools, die nichts weiter tun, als die Arbeit zu erleichtern. Und das finde ich einfach großartig: Mit Linux und im Terminal arbeitet man nicht nur produktiver, sondern auch ablenkungsfreier. Man hat den Fokus auf das Wesentliche.
Ein weiterer Punkt: Viele von uns nutzen das Terminal auch für Notizen und To-Dos. Da möchte man alles möglichst einfach und schnell organisieren. Und genau hier kommt mein Punkt: Ich will meine Notizen und Aufgaben im Terminal verwalten und gleichzeitig sicherstellen, dass sie in meiner Nextcloud synchronisiert werden. So habe ich alle Daten überall verfügbar, und das auf die einfachste Weise.
Klar, nicht jeder wird mit diesem Setup glücklich. Für viele ist das grafische Arbeiten in Ubuntu oder Mint völlig ausreichend, und das ist auch völlig okay. Aber für mich ist der große Reiz, das System so zu gestalten, wie ich es will. Und ja, das braucht Zeit und Aufwand. Aber der Aufwand lohnt sich, wenn man mit seinem System so produktiv und effektiv arbeiten kann, wie man es möchte.
Für alle, die sich mit dem Thema mehr auseinandersetzen wollen, gibt es auf GitHub das Repository „Awesome2is“, das eine Sammlung an Terminal User Interfaces (TUIs) bietet. Da findet man jede Menge interessante Tools, die die Produktivität noch weiter steigern können.
Abschließend: Das Arbeiten im Terminal ist definitiv nicht für jeden, und ja, es braucht Zeit, sich einzuarbeiten. Aber wenn man erst mal den Dreh raus hat, ist es unglaublich effizient und macht sogar Spaß! Wir werden in den nächsten Videos schauen, wie wir mit Tools wie NWIM Notizen, To-Dos und E-Mails verwalten können und wie man diese mit Nextcloud synchronisiert.
Bis dahin, viel Spaß beim Ausprobieren, und wir sehen uns im nächsten Video!
- https://github.com/rothgar/awesome-tuis
- https://github.com/pimutils/todoman
- https://github.com/pimutils/vdirsyncer
- https://aerc-mail.org/
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- YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=wPrfV9H0XrU
- GitHub: https://github.com/pixelEDI/I_use_Arch_btw
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